Tschüss, Open Source – wir werden dich sehr, sehr vermissen…

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Dem wunderbaren Artikel des hochgeschätzten Kollegen Philipp Holstein in der RP ist wenig hinzuzufügen. Er hat den großen Bogen geschlagen und ein für allemal die Bedeutung dieses einzigartigen Sommerfestes festgeklopft. Natürlich waren auch wir von der Nachricht schockiert, dass es das Open Source Festival 2019 zum letzten Mal geben wird. Was bleibt sind persönliche Erinnerungen.

Das sommerliche Festival auf der Rennbahn: Open Source

Das sommerliche Festival auf der Rennbahn: Open Source

Zum Beispiel an diesen herrlichen Sommertag im Juli 2016 und den grandiosen Auftritt der österreichischen Band Bilderbuch, die im strahlenden Sonnenschein das Volk in geistige und körperliche Bewegung versetzte. Selbst Get Well Soon mit ihrem speziellen, melancholischen Sound brauchten keinen halbdunklen Saal um das Publikum zu verzaubern. Oder das ganz große Familienpicknick des Jahres 2017, bei dem sich gut die Hälfte der gut 7.000 Anwesenden von der Bühne abwandten, um sich der Sonne zuzuwenden, die malerisch über dem Aaper Wald unterging. Oder 2015 als ich auf dem Festival nur den Rot-Kreuz-Wagen erlebte.

An der Galopprennbahn - Open Source Festival 2017

An der Galopprennbahn – Open Source Festival 2017

Im vergangenen Jahr schien es, als habe das Open Source Festival seine endgültige Form gefunden, diese Mischung aus totaler Entspannung, vollkommener Neugier, Genuss, Gesprächen, Entdeckungen. Jede Menge Imbissbuden und Foodtrucks, eine Bühne, die man von der uralten, überdachten Tribüne bestens sehen und hören kann, eine weitere Bühne mit überraschenden Acts und eine für Musiker, die sich dort einem interessierten Publikum präsentieren können. Was 2006 vor ein paar Hundert Leuten am Löricker See begonnen hatte und ein paar Jahre lang eher so hipster-mäßig wirkte, war zu einem Fest für alle Menschen geworden, die nicht bloß wieder spektakuläre Auftritte von den immergleichen Künstler haben wollen.

Das soll nun vorbei sein. Man mag es nicht glauben, und es gibt Stimmen, die raunen, das Open Source Festival können 2020 oder 2021 wie der Phoenix aus der Asche wiederauferstehen. Bis dahin machen wir uns auf den Weg zum Staufenplatz, wo schon die Shuttle-Busse warten, um uns in diese andere Welt da oben auf der Galopprennbahn Grafenberg zu beamen.

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