Der französische Historiker Pierre Nora hat sich den Begriff ausgedacht: Erinnerungsorte. Gemeint sind damit nicht nur physikalische Orte, sondern auch Personen, Ereignisse oder Begriffe, die identitätsstiftende Bedeutung haben. Hört sich komplizierter an als es ist, denn das wunderbare Buch, eine Veröffentlichung des Düsseldorfer Stadtarchivs, führt ganz praktisch vor, was diese schönste Stadt am Rhein ausmacht – in ausführlichen, sach- und fachkundingen Texten und tollen Bildern.

Natürlich auch vertreten: Die Toten Hosen - fotografiert von argee/Richard Gleim

Natürlich auch vertreten: Die Toten Hosen – fotografiert von argee/Richard Gleim

Im Frühjahr 2018 kam der Band, an dem unter den Herausgebern Benedikt Mauer vom Stadtarchiv und Enno Stahl vom Heinrich-Heine-Institut insgesamt 43 Autoren in insgesamt 15 Kapiteln Erinnerungsorte vorstellen, die möglicherweise jeder geborene Düsseldorfer kennt. Dabei stößt aber auch der wahre Stadtexperte immer wieder auf Details, auf Namen und auf Ereignisse, die ihm vielleicht nicht geläufig waren. Und die Gefahr besteht, dass man ins Schmökern gerät und Stunden am Stück mit der Lektüre zubringt.

Kurz und knapp: Den Sammelband „Düsseldorfer Erinnerungsorte“ sollte jeder, der hier oder in der Ferne an Düsseldorf denkt, im Bücherschrank haben oder für umwerfend günstige 19,90 Euro erwerben und einem Düsseldorfer oder einer Düsseldorferin des Herzens zu Weihnachten oder zu einem beliebigen Anlass schenken. Dieses wunderbare Buch gibt es natürlich im wohlsortierten Buchhandel, man kann es aber auch vor Ort im Stadtarchiv Düsseldorf (Worringer Straße, im selben Gebäude wie das Central des Schauspielhauses) erwerben:

Benedikt Mauer / Enno Stahl (Hrsg.), Düsseldorfer Erinnerungsorte
408 Seiten, durchgehend 4c, 19,90 Euro, Klartext Verlag Essen 2018, ISBN: 9-783-8375-19440

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