Horst Eckert, damals ebenfalls freier Mitarbeiter beim WDR in Düsseldorf, erwähnte mal in seiner zurückhaltenden Art, er arbeite an einem Kriminalroman. Das war 1995. “Schön, wenn er als Reporter noch Zeit für so ein Hobby hat”, dachten wir. Und als wir dann “Annas Erbe” gelesen hatten: “Nicht schlecht – für einen Reporter.” Heute interessiert es die zahlreiche Leserschaft von Horst Eckert vermutlich nicht die Bohne, dass er auch mal Reporter war. Seine Geschichten interessieren und unterhalten. Ein früherer Düsseldorfer Oberbürgermeister allerdings war nur interessiert und mitnichten amüsiert. Er hatte sich in einer Kriminalgeschichte von Eckert wiedererkannt, und zufällig wurde kurz darauf eine geplante Lesung in der Stadtbücherei abgesagt. Sie fand stattdessen im März 2006 in Manes Meckenstocks “Haus der Freude“ statt. Annelies Böcker ließ sich dort als einzige CDU-Ratsherrin sehen und hielt demonstrativ die Flagge der Kunstfreiheit hoch.

damals - Leseverbot für Horst Eckert 2006

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